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Geheimnis gelüftet: Courier, AuthMySQL und die .courier

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht. Manchmal ist die Doku mangelhaft und "RTFM" hilft nicht.

Manchmal trifft beides zusammen ... :mhf:

Mein bisheriges Problem war, dass es bei virtuellen Usern logischerweise keine "normalen" Home-Verzeichnisse gibt - also wohin mit der so oft zitierten .courier, die die Weiterverarbeitung der Mail steuert?

Dabei ist es so einfach. In der MySQL-Tabelle gibt es ein Feld namens "home" und - oh wunder - das ist für Courier das Home-Verzeichnis dieses virtuellen Users. Ergo kommt auch dort die .courier rein, die man dann ganz normal mit den möglichen Optionen füllen kann.

Will man nun bspw. Procmail verwenden, steht man für 5 Minuten noch vor dem Problem, dass man ja auch Procmail mitteilen muss, wo "$HOME" ist. Das geht dann, indem man es ihm beim Aufruf einfach sagt. Eine .courier für die Weitergabe an Procmail könnte also einfach so aussehen:

|/usr/bin/procmail HOME=$HOME

Die Pipe vorne teilt dot-courier mit, dass er die Mail an das folgende Programm schicken soll, und hinten wird intern für Procmail das Homedir gesetzt. Trivial - wenn man's weiß. Das "$HOME" dort oben stammt übrigens aus dem Environment von Courier und es ist wirklich nötig, dass das so an Procmail weitergeleitet wird. Sonst klappt's nicht.

Nun ist man imstande, all die tollen Procmail-Tricks und -Filter aus dem Web anzuwenden. Oder eben sonstetwas, das userspezifisch die Mails verwurstet...