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Arbeitsplatzerweiterung

Heute hatte es der Postbote dann bis zu mir nach Hause geschafft und hatte einen schönen, großen neuen TFT dabei. :)

Das Ding also flugs ausgepackt, angeschlossen und erstmal gestaunt. Noch mehr hab' ich dann über den Komfort von TwinView gestaunt ...

Es reichen nämlich heutzutage ein paar wenige Zeilen in der xorg.conf, um ein richtig feines DualView zu erhalten. Direkt am Beispiel:

Section "Screen"
    [...]
    Option "TwinView" "1"
    Option "TwinViewOrientation" "RightOf"
    Option "metamodes" "1920x1200,1280x1024;1920x1200,NULL;NULL,1280x1024"
    [...]
EndSection

Die erste Zeile aktiviert TwinView offensichtlicherweise. :ugly: Danach wird mit der Orientierung eingestellt, dass sich der Bildschirm am zweiten Ausgang der Grafikkarte logisch gesehen rechts neben dem ersten befinden soll - hier muss man also darauf achten, dass man seine Monitore auch "richtig herum" angestöpselt hat.

In der letzten Zeile kommt dann das wirklich Schöne: Man definiert sich hier seine virtuellen Desktops und gibt dabei auch gleich an, welcher Monitor dabei auf welcher Auflösung laufen soll. TwinView bastelt dann hieraus die tatsächlichen Desktops und meldet diese an RandR:

<14:11> ~ $ xrandr -q
Screen 0: minimum 1280 x 1024, current 3200 x 1200, maximum 3200 x 1200
default connected 3200x1200+0+0 0mm x 0mm
   3200x1200      60.0* 
   1920x1200      60.0  
   1280x1024      75.0

Will nun eine Anwendung die Auflösung 1280x1024 einstellen, dann wird - wie man oben sehen kann, da dort der erste Monitor auf "NULL" gesetzt ist - automatisch der erste Monitor ausgeschaltet, die Desktopgröße entsprechend reduziert und der zweite TFT läuft alleine auf seiner nativen Auflösung. Wenn die Anwendung dagegen 1920x1200 anfordert, ist es genau andersherum und der zweit TFT ist aus.

Bei 3200x1200 sind beide aktiv: Der "kleine" Bereich des zweiten Monitors klebt dabei rechts oben am ersten Desktop dran. Hardware-3D hat man auf beiden Monitoren (und sogar auf dem Rand).

Wie könnte es schöner sein? :)

– Nachtrag: Erstellt man auf dem zweiten Monitor ein neues GNOME-Panel und fügt diesem dann eine Fensterliste hinzu, so erhält man zwei getrennte Taskleisten. Pro Bildschirm ist dann in den Leisten nur noch das zu sehen, was sich aktuell auf diesem Bildschirm befindet.