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Kurztest des Windows 7 RCs

Hier wurde eine Notebook-Festplatte frei. Bei all der Lobhudelei ;) um Windows 7 dachte ich mir, dass ich mir den RC auch mal anschaue. Registrierungsfrei darf ich das immerhin 30 Tage tun, also los.

Zu Vergleichszwecken hier nochmal die Liste der Hardware, die im Laptop verbaut ist. Das heißt dann auch, dass ich die 32 Bit-Version von Win7 ausprobiert habe.

Zeitlicher Ablauf der Installation:

14:36 -- DVD rein
14:39 -- Setup da, Zielpartition auswählen
14:40 -- Kopieren und entpacken
14:50 -- "Funktionen werden installiert" etc
14:50 -- Reboot
14:52 -- "Installation wird abgeschlossen"
14:55 -- Reboot
14:55 -- Benchmark (?)
14:56 -- Eingabe vom Benutzernamen etc
14:58 -- Desktop da, Festplatte rattert fleißig, aber benutzbar

Okay, da ist es also. Hat gar nicht mal so lange gedauert und nachdem es fertig war, hat es auch nicht direkt angefangen, ewig lange im Hintergrund zu fuhrwerken. Das ist schonmal gut. Wie ist die Treibersituation direkt nach dem Setup?

Treiber mit an Bord:

Fehlende Treiber:

Das mit der Grafikkarte enttäuscht zwar ein bisschen, aber ist ja auch klar - die dürfen das einfach aus Lizenzgründen nicht.

Nagut, sind wir mal mutig und setzen das Ding ans Netz. Da ich beim Setup mal auf "Empfohlene Einstellungen" gedrückt habe, fängt er sofort ungefragt an und lädt Updates und Zeug herunter. Was genau, habe ich nicht so ganz erkennen können. Ist wohl meine Schuld gewesen. Wie dem auch sei, ein paar Treiber waren auch dabei.

Nach erstem Netzwerkkontakt neu verfügbare Treiber:

Ergebnis des Windows-Benchmarks:

Soso! Dann spielen wir mal ein bisschen rum und sammeln Eindrücke.

Positives:

Negatives:

Irgendwie durchwachsen. Einerseits ist es ein erfrischendes System und man hat nicht auf Anhieb den Eindruck, wieder vor einem 386er zu sitzen. Außerdem hat sich Microsoft mit den Funktionen und Hotkeys für den Window Manager mal nicht in die Nesseln gesetzt - ich überlege gerade, ob ich mir hier ähnliche Hotkeys einrichte. Diese Sache mit "Snap-to-left" bzw. "Snap-to-right" sieht auch sehr praktisch aus und ließe sich vielleicht mit wmctrl oder etwas ähnlichem realisieren. Auch nett ist, dass der "Desktop" beim Taskwechsel mit Alt+Tab auftaucht, wobei ich auf Anhieb nicht weiß, ob das nicht vielleicht auch schon bei Vista so war.

Andererseits ist es eben ein kommerzielles, geschlossenes System und in dieser Hinsicht bin ich mittlerweile erfolgreich umerzogen worden. ;) Was das für Nachteile hat, mag ich jetzt hier nicht schon wieder aufzählen - auf jeden Fall heißt das, dass ich nicht zur Zielgruppe von Windows 7 gehöre und das merke ich auch ziemlich deutlich. Wechseln werde ich daher ganz sicher nicht, aber es ist schön zu sehen, dass es vielleicht mit Microsoft wenigstens technisch aufwärts geht. Das dürfte etliche Nerven sparen, wenn man mal auf so ein Ding angewiesen ist. :)

Unter dem Strich bleibt schon irgendwie ein kleines Plus übrig.

Was mich aber jetzt schon traurig macht: Die typischen OEM-Bastler werden das System garantiert wieder erfolgreich zumüllen. Das ist Schrott. Im dümmsten Falle sorgt das dafür, dass auch Windows 7 auf den Massen an Standard-PCs wieder unbenutzbar ist. Das wird dann zum Problem, wenn man gefragt wird, ob man nicht bei Problem X, Y oder Z helfen könnte. Eine saubere Neuinstallation fällt dann zu allem Überfluss auch noch flach, weil es keine Installationsmedien mehr gibt, sondern nur noch Recovery-Mist. Natürlich ist das alles kein Problem von Windows 7 an sich, aber vermutlich eine unvermeidbare Begleiterscheinung. Die wenigsten Leute werden Windows nochmal extra kaufen, wenn's doch schon beim PC dabei war.